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Bei den Gästen des Spatenstichs für die (G)Artenvielfalt herrschte gute Laune. Alle freuen sich auf das einzigartige Projekt.


 Spatenstich für die (G)Artenvielfalt - ohne invasive Neophyten

 

Über 30 Gäste waren am heutigen Freitag zum Spatenstich für die (G)Artenvielfalt – ohne invasive Neophyten auf die Allmend nach Dietikon gekommen, darunter Vertreter des Gärtnermeisterverbandes des Kantons Zürich (GVKZ), des AWEL des Kantons Zürich, der Stadt Dietikon sowie der ausstellenden Gartenbaubetriebe. Daniel Spalinger, Präsident des GVKZ, bezeichnete das Projekt als einzigartig. Man wolle sensibilisieren, aufklären und die Vorbildfunktion für die Gestaltung unseres Lebensraumes wahrnehmen.

(G)Artenvielfalt ist ein Projekt des GVKZ, initiiert vom AWEL und in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Dietikon. Auf einer Fläche von rund 2500 qm entstehen zwischen Stadthalle und Schwimmbad rund zehn Gartenräume, die zeigen wie artenreich und spannend einheimische Pflanzen sind und wie man auch ohne Flora aus fernen Ländern grossartige Gärten gestalten kann.

So wurde dann beim Spatenstich auch symbolisch für das Motto der Ausstellung ein einheimischer Hartriegel auf dem Gelände eingepflanzt.

Spalinger wurde in seiner Ansprache sehr deutlich: „Gebietsfremde, invasive Pflanzen gehören nicht in einen Garten.“ Diese seien auch nicht nötig, da die heimische Pflanzenwelt mannigfaltige Möglichkeiten biete. Ziel der Ausstellung, die am 10 Mai 2019 eröffnet wird und

bis November 2020 dauert, sei es für alle Altersklassen und Anspruchsgruppen Wissen zu vermitteln. Er zeichnete das Bild von Schülern, die bereits im Frühling nächsten Jahres das Gelände erobern und forschend erfahren, was invasive Neophyten sind und warum sie für unseren Lebensraum so gefährlich werden können. Spalinger dankte der Stadt Dietikon, dem AWEL und den ausstellenden Betrieben für die hervorragende Zusammenarbeit: „Nur gemeinsam ist es möglich, ein solch umfassendes Projekt umzusetzen.“

Daniel Fischer ist als Sektionsleiter Biosicherheit im AWEL des Kantons Zürich auch verantwortlich für das Pilotprojekt Reppischtal, bei dem untersucht wird, ob mit einem vierjährigen, koordinierten Bekämpfungseinsatz alle invasiven Neophyten derart reduziert werden können, dass künftig keine Schäden mehr entstehen. Auf dem öffentlichen Gelände funktioniere das bisher sehr gut, aber Fischer weiss: „Bei Privatpersonen sind wir auf Freiwilligkeit angewiesen.“ Vielen Menschen sei nicht bewusst, wie schädlich ihr Kirschlorbeer, Sommerflieder oder Geissblatt im heimischen Garten sein kann. Und so habe man im AWEL den Kontakt mit dem GVKZ gesucht, um gemeinsam eine Möglichkeit zu finden, zu zeigen, was erlaubt und genauso schön ist. „Es freut uns sehr, dass die (G)Artenvielfalt kommt“, betonte er abschliessend.

Dietikons Stadtpräsident Roger Bachmann war sichtlich stolz, dass dieses schweizweit einzigartige Projekt in „seiner“ Stadt eine Heimat gefunden hat. Die Allmend sei die ideale Lage für solch eine Ausstellung. Bachmann freut sich über die positive und motivierende Ausstrahlung des Schaugartens mit seinen zahlreichen Möglichkeiten.

Eine davon ist das spezielle Augenmerk auf die die Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für das Thema invasive Neophyten: Geplant ist, in Anlehnung an das Buch „Globi und die neuen Arten“ und in Zusammenarbeit mit dessen Autor, Atlant Bieri, sowie dem Orell Füssli Verlag einen Forschungs- und Lernparcour entstehen zu lassen, in dem aktives Mitmachen explizit erwünscht ist.

Projektleiter Erich Affentranger, Geschäftsführer des GVKZ, weiss um die weiteren Funktionen der (G)Artenvielfalt. So ist sie:

 

·        Lernort für Menschen jeden Alters.

·        Berufsbildungsort: der Gärtnermeisterverband und seine Partner setzen viele Arbeiten im Rahmen von Lehrlingsprojekten um.

·        Eventlocation: Auf dem Gelände der (G)Artenvielfalt finden während der gesamten Laufzeit zahlreiche Veranstaltungen statt von Verband, Ausstellern, Kanton oder Stadt.

·        Erholungsort: Die Ausstellung ist tagsüber frei begehbar und wird – auch durch ihre hervorragende Lage – zum Naherholungsziel und Ausflugsort.

 

In den kommenden Wochen wird die Grundinfrastruktur angelegt werden, der Baubeginn für die Ausstellergärten ist ab Februar 2019 geplant.

Eröffnungsfeier des Gartens: 10. Mai 2019

 

Bildergalerie und Rede Stadtpräsident Roger Bachmann