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Liebe Seniorinnen und Senioren

Geschätzte Gäste

 

Wenn man im Internet auf Wikipedia nach der Bedeutung des Begriffes "Senior" sucht, dann steht dort, dass "Senior" einen älteren Mensch im Rentenalter oder einen Ruheständler bezeichnet. Eigentlich ist das eine blöde Begriffsdefinition, wie ich immer wieder feststelle, gerade unlängst vorgestern beim Ausflug mit unseren 80-jährigen Jubilarinnen und Jubilaren aus der Stadt Dietikon:

 

Die älteren Bewohnerinnen und Bewohner unserer Stadt sind nämlich alles andere als Ruheständler, sondern in vielen Fällen noch sehr aktiv und geistig und manchmal sogar auch noch körperlich viel fitter und beweglicher als manch Junge und darum tue ich mich selber eben mit diesem Begriff "Senior" zunehmend schwer; aber vielleicht liegt es einfach auch nur daran, weil man mich mittlerweile hie und da auch schon selber in die Seniorenkategorie einteilt und mir Kurt Aeschbacher seit einem Weilchen regelmässig seine Zeitschrift "50plus" schickt, mit Ideen für ein genussvolles Leben im Alter, obwohl ich mich eigentlich noch nicht so alt fühle. Darum müsst man sich vielleicht einmal überlegen, ob man den Seniorenrat nicht umtaufen und eine passendere Bezeichnung suchen sollte.

 

Aber Spass bei Seite, ich will mich beim Seniorenrat und all jenen Leuten, die sich in den letzten Jahren eben aktiv und ehrenamtlich für die Interessen der älteren Bevölkerung eingesetzt, sich engagiert haben und dafür verantwortlich gewesen sind das ganz viele Aktivitäten für die ältere Wohnbevölkerung in unserer Stadt angeboten werden konnten ganz herzlich bedanken, denn dies ist absolut keine Selbstverständlichkeit, nicht zuletzt in Zeiten, wo der Milizgedanke und die Ehrenamtlichkeit  leider immer mehr an Stellenwert verlieren.

 

Mir persönlich bereitet es Sorge, wenn innerhalb unserer Gesellschaft die Solidarität leidet und die Fronten sich bei diversen gesellschaftlichen und politischen Themen zunehmend zu verhärten scheinen, sei das zwischen Frauen und Männern, aber v.a. auch zwischen Jung und Alt. Unsere diesjährige 1. August-Rednerin, Julia Onken, hat nicht zu Unrecht darauf hingewiesen, dass schliesslich noch nie in der Menschheitsgeschichte so viel Erfahrungswissen und Weisheit vorhanden gewesen sei wie heute und man das Kapital nutzen sollte, indem ältere Menschen zur beruflichen und persönlichen Beratung, zum Coaching oder Mentoring beigezogen werden sollen.

 

In diesem Punkt leistet ja auch der Seniorenrat durchaus seinen Beitrag, wenn ich z. B. an die Klassenbegleitungen denke, wo Seniorinnen und Senioren Schulkinder während dem Unterricht unterstützen.

 

Es ist wichtig und abdingbar, dass die ältere Generation auch an die Jüngeren und ihre Zukunft denkt, umgekehrt sollen sich die Jüngeren aber auch darüber im Klaren sein, was sie den Älteren zu verdanken haben. Man soll nicht gegenseitig mit dem Finger aufeinander zeigen, sondern zusammen an der Zukunft unserer Gesellschaft bauen und dabei eben auf den grossen Erfahrungsschatz und das Wissen der älteren Generationen zurückgreifen.

 

Ich hoffe natürlich, dass sich der Seniorenrat auch in Zukunft noch so stark für unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger einsetzen und engagieren wird wie in der Vergangenheit und dabei aber eben auch als Brückenbauer zwischen Alt und Jung agieren wird. Ich kann Ihnen versichern, dass wir Sie von Seiten Stadtrat, im Rahmen unserer Möglichkeiten, auch dabei unterstützen und Ihrem nicht selbstverständlichen Einsatz auch die entsprechende Wertschätzung entgegenbringen werden - in diesem Sinne gratuliere ich auch im Namen des Stadtrates zum Jubiläum und wünsche dem Seniorenrat noch mindestens 25 weitere erfolgreiche Jahre!

 

Roger Bachmann, Stadtpräsident Dietikon

Bildergalerie und Video Anton Scheiwiller