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Dietiker-Senioren-Wanderung vom 24. September 2019 Hochrhein

 

Bei etwas kühler Temperatur und einer Startzeit nur für Frühaufsteher machten sich 19 Seniorinnen- und Senioren um 06:15 h am Bahnhof bereit zu einer Wanderung


von Hemishofen, dem Rhein entlang nach St. Katharinental. Mit der S12 nach Winterthur, weiter mit S29 erreichten wir kurz vor 08:00 h Stein am Rhein. Teils starker Nebel liess nur bedingt Freude für den Wanderausflug aufkommen. Doch unser Wanderleiter Sepp von Euw versprach uns Sonne sobald diese den Nebel durchbricht. Also starteten wir zum ersten Spaziergang vom Bahnhof über die wunderbar mit schönster Blumenpracht geschmückte Rheinbrücke zum nicht minder schmucken Städtchen Stein am Rhein. Ein Kaffee mit Gipfeli bei einem guten Schwatz soll uns etwas aufmuntern. Also los, die erste offene Türe wird erstürmt obwohl auf dem Schild über dem Eingang alles andere als „Café Späth“ zu lesen war. Kein Geruch nach frischem Kaffee liess uns rechts umkehren und das richtige Kaffeehaus suchen. Dort erwartete uns in einem sanft renovierten Lokal mit historischem Ambiente eine nette Bedienung welche uns den begehrten Kaffee und Gipfel servierte.

 

Der Aufenthalt von einer Stunde vor der Weiterfahrt mit dem Bus nach Hemishofen ermöglichte uns noch einen kurzen Stadtrundgang. Stein am Rhein ist wirklich ein Juwel. Türme und Tore aus dem 14. Jahrhundert begrenzen die Altstadt. Mittelalterliche Bauten, bemalte Hausfassaden, Fachwerkhäuser, Erker und kleine Gassen prägen das Bild dieser Stadt. Eine beispielhafte Pflege des Ortsbildes bescherte der Gemeinde 1972 den Wakkerpreis. Mit einer Menge von Bildern auf Handy oder auch nur im Erinnerungsvermögen abgespeichert erreichten wir mit dem Bus Hemishofen Dorf auf der rechten Rheinseite. Hier war Start zur eigentlichen Wanderung, erst über die Rheinbrücke zum linken Rheinufer, weiter teilweise über naturbelassenes Gebiet, zwischen Maisfeldern oder auch durch Wäldchen erreichten wir Rheinklingen. Ein Klingen des Rheins war zwar nicht zu vernehmen dafür machte sich langsam die Sonne mit ihren Strahlen bemerkbar. Nach einer kurzen Rast ging es weiter eng zwischen der Hauptstrasse und dem Rheinufer entlang nach Schupfen. Hier lädt ein bestbekanntes Gasthaus zum Verweilen aus.

 

Aber oh nein, unter einem Vordach eines Gebäudes am Rheinufer wartete uns Meinrad mit einem kleinen Aperitif, ein Gläschen Rosé und Flûtes als Überraschung auf. Gerne liessen wir uns deshalb eine kurze Weile aufhalten. Mit bestem Dank an Meinrad wanderten wir weiter dem Ufer entlang welches über eine längere Strecke mit Beton befestigt war (weshalb?). Hier bildet ein sauberer Rhein wieder die Grenze zwischen Deutschland und der Schweiz, er liess uns hin und wieder recht grosse Prachtstücke von Fischen erblicken. Ebenfalls zeigte sich, leider nur von wenigen Wanderern bemerkt, ein Eisvogel mit seinem prachtvollen Gefieder. Leider ist diese Vogelart immer seltener geworden. Inzwischen machte sich der Hunger bemerkbar und alle waren froh, Diessenhofen mit der markanten Holzbrücke über den Rhein erreicht zu haben. Auch dieses Städtchen ist nicht minder als Stein am Rhein zu bewundern. Man könnte fast glauben, ein kleiner Konkurrenzkampf lässt die beiden Städtchen sich nur von der besten Seite zu präsentieren. Urkundliche Erwähnungen des Städtchens gehen bis ins achte Jahrhundert zurück.


Im Restaurant Linde erwarte uns eine zweite Überraschung: Sepp von Euw feierte vor kurzem Geburtstag, und amtet seit 20 Jahren als Wanderleiter. Er offeriert den zweiten Apero welcher bestens verdankt wurde. Nach 2 ½ Stunden wandern liessen sich ein gemischter Salat als Vorspeise, Braten, Kartoffelstock mit verschiedenen Gemüsen bestens schmecken. Gut verpflegt und ausgeruht setzten wir der Rest der Wanderung, nicht vorher für ein Gruppenbild stramm zu stehen, fort.

 

Wieder zurück am Rheinufer, ging der Weg vorbei am ehemaligen Kloster St. Katharinental nicht ohne einen Blick durch die geöffnete Türe der Klostermauer auf den grossen Garten zu werfen. Am idyllischen Rheinufer wurde der Marschzeitvorsprung mit einem Kaffee, gluschtigem Eis oder ganz einfach auf einer Ruhebank überbrückt. Nach Erklimmen der Anhöhe zum Bahnhof St. Katharinental bestiegen wir die S8 nach Schaffhausen, die S12 führte uns direkt weiter nach Dietikon. Wir durften uns wiederum an einer schönen und interessanten Wanderung erfreuen. Herzlichen Dank an den Wanderleiter Sepp von Euw und hoffentlich noch auf einige Jahre als Wanderleiter.

 

Pius Muntwiler