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Dietiker-Senioren-Wanderung vom 27. August 2019 Linth-Ebene


Eine etwas leichtere Wanderung war für die Senioren angesagt. Kurt Kubli durfte  22 Seniorenwanderinnen- und Wanderer kurz vor 07:00 Uhr am Bahnhof Dietikon begrüssen. Vermutlich wurden wir von den vielen Pendlern welche um diese Zeit den Zug mit uns teilen mussten, schon etwas beneidet. Oder war vielleicht in ihren Gedanken zu lesen: Müssen jetzt die Senioren auch noch die letzten Plätze in den ohnehin überfüllten Morgenzügen belegen? Wie dem auch sei, via Zürich HB erreichten wir kurz nach 08:00 Uhr Lachen. Nein, Lachen war noch nicht der Ausgangspunkt zur Wanderung. Wir spazierten durch den schmucken Ort Richtung See zum netten Café Odermatt zum obligaten Kaffee und Gipfeli. Der Zwischenhalt in Lachen wurde notwendig, weil der Startort der Wanderung keine Möglichkeit für einen Kaffeehalt ermöglichte. Es war uns ein sehr netter Empfang zuteil und als Überraschung wurde uns eine grosse Auswahl an hausgemachten Pralinen offeriert die allesamt köstlich verschmaust wurden, also die Wanderung wurde uns im Voraus fein versüsst, herzlichen Dank an das Café Odermatt.

 

Nach gut einer halben Stunde brachen wir wieder auf zum Bahnhof und erreichten mit dem Zug Wangen und anschliessend mit dem Bus Tuggen Holeneich. Ab hier galt es ernst, uns erwartete ein heisser Tag. Der Wanderleiter informierte uns über den Verlauf der Wanderung und ermahnte uns dringend genügend zu trinken, nicht Haartracht tragende schützen sich vorteilhaft vor der prallen Sonne mit einer Kopfbedeckung. Um 10:00 h war Abmarsch, eine leichte Steigung über weite Fluren wo fleissige Bauern schon früh morgens die Wiesen gemäht hatten. Das tolle Wetter wurde genutzt um auch den 2ten Schnitt als Emd unter Dach zu bringen. Weiter über Müslihof erreichten wir nach knapp einer Stunde den Gallusplatz mitten in Tuggen. Bei etwas Schatten und einem plätschernden Brunnen ruhten wir uns etwas aus und betrachteten die grosse Statue des St. Galler-Heiligen Gallus. Es war nicht auszumachen was er uns auf den Weg geben wollte als wir die nächste Etappe nach Grynau unter die Füsse nahmen.

 

Ausserhalb des Dorfes Tuggen breitete sich die Linthebene vor uns aus. Teilweise sumpfig, grossflächig mit Schilf bewachsen, wanderten wir einem der zahlreichen Entwässerungskanälen entlang. Das ganze heute trocken gelegte Gebiet wird landwirtschaftlich genutzt. Einige der noch vorhandenen Schilfgürtel bleiben der Natur und der Tierwelt vorbehalten. Auf halbem Weg erreichten wir die Linthbord-Kapelle. Ruhebänke am Schatten luden uns zu einer weiteren Rast ein. Einige der Wandergruppe nahmen die Gelegenheit war, bei der Kapelle kurz einzukehren und eine Kerze anzuzünden, dies mit einem individuellen Wunsch oder Anliegen aus seinem persönlichen Umfeld.

 

Nach kurzer Erholung wanderten wir weiter einem Waldrand entlang. Blühende Herbstzeitlose machten uns darauf aufmerksam, dass bald der Herbst mit seinen bunten Farben im Anzug ist. So schön violett wie die die Herbstzeitlose blüht, so gefährlich ist ihr Gift. Für Kühe und Pferde kann das lebensbedrohlich werden, sollten solche Blumen zusammen mit dem Gras oder Heu verfüttert werden.

 

Nach der Überquerung des „alten“ Linthlaufes erreichten wir kurz nach 12:00 h die Postautohaltestelle Schloss Grynau. Vor der Melioration 1937 floss die Linth direkt in den Obersee und verursachte bei Hochwasser immer wieder Überflutungen der Linthebene. Heute wird die Linth über den Umweg zum Walensee gezähmt.

 

Die letzte Busfahrt des Tages führte uns zum Bahnhof Uznach wo uns im Restaurant Bahnhof ein währschaftes Mittagessen aufwartete. Suppe, kleiner gemischter Salat, Fleischvogel, Pommes frites und Bohnen schmeckten ausgezeichnet und mit einem guten Tropfen hervorragend. Nach einigen Informationen über nächste Wanderungen wanderten wir weiter dem Bahndamm entlang nach Schmerikon Bahnhof. Noch schnell ein erfrischendes Eis vom Bahnhofladen und schon bestiegen wir den SOB-Zug nach Rapperswil. Dort mit der S5, später mit S12 erreichten wir via Zürich-Altstetten um 16:30 h Dietikon. Eine schöne und interessante Wanderung bleibt uns in bester Erinnerung. Herzlichen Dank an die Wanderleitung Kurt Kubli und bis bald bei der nächsten Wanderung.

 

Pius Muntwiler