D-Online

Platz für Ihren Slogan

Sehr verehrte Damen und Herren

 

Wer mich kennt weiss, dass ich ein grosser Verfechter der Gemeindeautonomie und der kleinräumigen Strukturen unseres Landes bin, weil nach meiner Überzeugung die Entscheide primär dort getroffen werden sollen wo die Nähe zu den Betroffenen am grössten ist, eben in den Gemeinden und Städten, das fördert letztlich auch die Akzeptanz.

 

Andererseits ist es natürlich Realität, dass unsere Welt immer komplizierter und schnelllebiger wird, dass die Lebensräume auf Grund von zunehmender Mobilität und wachsenden Bevölkerungszahlen immer mehr miteinander verschmelzen - gerade im Limmattal sieht man das sehr deutlich.

 

Da macht es Sinn, wenn man sich gemeindeübergreifend, in der gesamten Region, Gedanken darüber macht, wie man gemeinsam auf diese Entwicklungen reagieren kann, damit sich die Menschen, die hier wohnen und arbeiten auch in Zukunft noch wohl fühlen.

 

Dietikon und Spreitenbach sind schon seit einiger Zeit ganz besonders mit dem Siedlungsdruck konfrontiert, Themen wie "Wachstum" und "Verdichtung" sind bei uns allgegenwärtig und machen vielen Leute auch Angst.

 

Seit rund zwei Wochen wird jetzt sichtbar, was unserer Bevölkerung bis Ende 2022 im Zusammenhang mit dem Bau der 2. Etappe der Limmattalbahn abverlangt wird und das ist nicht wenig, auch wenn das Jahrhundertprojekt gerade Dietikon und Spreitenbach natürlich auch viele Chancen bietet.

 

Aber gerade in dieser Zeit, wo Baustellen, Lärm und Staub Alltag sind ist es wichtig, dass wir uns darauf besinnen, dass wir auch noch ganz viele ruhige und grüne Flecken in unserem Tal, auch in Dietikon und Spreitenbach, haben und dafür sorgen, dass die Bevölkerung abseits der "Bauerei" auch Positives erleben kann.

 

Bei der Jurierung der Kunstobjekte, die jetzt im Rahmen der Landschaftsausstellung "Wachgeküsst" der Regionalen Projektschau 2025, präsentiert werden, wurde u.a. auch über die Wirkung dieser Installationen diskutiert und ich habe zu hören bekommen, dass Kunst manchmal auch provozieren müsse - das mag tatsächlich so sein, ich selber bin aber der festen Überzeugung, dass Kunst und Kultur in der Region Limmattal, gerade in dieser Zeit, die so stark vom Wandel geprägt ist, den Menschen primär positive Gefühle vermitteln soll, so wie wir das bsp. in den letzten Wochen in Schlieren am "Schlierefäscht" erlebt haben.

 

Positive Gefühl sollen aber auch an Orten, wie hier in der Ausstellung G(A)rtenvielfalt entstehen, wo sich seit diesem Frühling nicht nur Dietikerinnen und Dietiker, sondern Menschen aus der ganzen Region daran erfreuen - als Ergänzung zum Garten in Dietikon passt die Landschaftsausstellung "Wachgeküsst" sehr gut und ich hoffe, dass sie den Limmattalerinnen und Limmattalern ein bisschen Ablenkung vom Alltag verschaffen und bei den Auswärtigen dafür sorgen wird, dass man das Limmattal als das wahrnimmt was es ist, nämlich eine liebenswerte, vielseitige, dynamische und hochspannende Region!


Roger Bachmann, Stadtpräsident Dietikon