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Liebe Dietikerinnen und Dietiker, werte Gäste


Im Namen des Stadtrates wünsche ich Ihnen Allen "es guet's Neuis!".

Auch das neue Jahr wird mit Sicherheit ein Haufen Wandel bringen. Die Globalisierung, die Digitalisierung und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Gesellschaft und ganz besonders auch auf die Berufswelt bereiten vielen von uns Sorgen, sie bieten aber auch enorme Chancen, wenn man sie richtig nutzt und die Gefahren nicht aus den Augen verliert. Fortschritt und Entwicklung bedeuten letztlich auch Wohlstand und Annehmlichkeiten, wo niemand von uns gerne darauf verzichten will.


Die politischen Behörden von unserer Stadt sind im letzten Jahr neu gewählt worden und sie werden in den nächsten Jahren, eben gerade auf Grund von dieser schnelllebigen Zeit und den daraus resultierenden Herausforderungen, die auch Dietikon, unsere Gesellschaft, uns Alle beeinflussen werden, ein paar harte Nüsse zu knacken haben, wo ihnen vor die Füsse geworfen werden:

 

Die Politik, aber auch Sie, wir Alle sollten dabei nie vergessen, dass jene Nüsse, die am schwersten zu knacken sind, meistens die dicksten und die fettesten sind, die am Schluss auch am besten schmecken. Darum nehmen wir die Herausforderungen an, knacken wir zusammen diese Nüsse und führen wir unsere Stadt in eine erfolgreiche Zukunft, damit nicht nur wir, sondern auch künftige Generationen gerne hier leben und daheim sind und mit Stolz sagen können: "Ich bin aus Dietikon!"

 

Das Stadtfest im letzten Jahr hat gezeigt, in welcher lebendigen und lebenswerten Stadt wir daheim sind - es ist schön zu sehen gewesen, wie Jung und Alt miteinander gefeiert haben, wie aktiv unsere Vereine nach wie vor sind und wie auch viele Weggezogene immer noch mit Dietikon verbunden sind.

 

Während einem ganzen Wochenende hat man nur zufriedene und fröhliche Leute in unserer Stadt gesehen, es ist eine Stimmung von Freude, Zuversicht und Optimismus spürbar gewesen, die wir unbedingt konservieren und bis zum nächsten Stadtfest, wo es mit Sicherheit geben wird, in Alltag mitnehmen müssen.


Passend zu dieser positiven Stimmung steht auch das Motto von unserem heutigen Orchester: Stringendo steht nämlich für Aufbruch und Bewegung und vereint Erfahrung und jugendliche Dynamik – An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an das Sinfonieorchester Stringendo für die musikalische Begleitung zum Neujahrsanfang, verbunden mit dem Hinweis, dass die Kollekte vom diesjährigen Neujahrskonzert dem Verein "Tischlein Deck Dich" zu Gute kommt, wo hier in Dietikon den Ursprung hat, dieses Jahr 20 Jahre alt wird und mittlerweile an schweizweit 128 Abgabestellen mit freiwilligen Helferinnen und Helfer Lebensmittel an armutsbetroffene Menschen verteilt.


Wir neigen gerne dazu, das Glas als halbleer, statt halbvoll anzuschauen und legen den Fokus gerne auf das Negative, auch was unsere Stadt, unser Daheim, hier in Dietikon anbelangt.


Nicht nur was die Sicht auf unsere Stadt, sondern auch auf unser eigene Leben anbelangt fahrt man mit einer optimistischen Haltung sicher besser, auch wenn einem das zugegebener Massen nicht immer einfach fällt, vor allem dann nicht, wenn es einem selber einmal nicht so gut geht.


Denken wir bei dieser Gelegenheit an alle diese Menschen unter uns, wo momentan eben nicht auf der Sonnenseite vom Leben stehen und probieren wir mit einer eigenen positiven Einstellung auch ihnen wieder Mut und Lebensfreude zu geben.


Der Optimist, der alles in einem positiven Licht sieht, verliert nämlich auch in Krisen und bei grossen Herausforderungen nie die Hoffnung, während Pessimisten davon ausgehen, dass ihnen sowieso nur Negatives widerfahren wird und sie darum Fehlschläge als Bestätigung von ihrem Weltbild anschauen. Pessimisten sorgen sich um die Zukunft, zweifeln daran, dass sie ihre Ziele erreichen werden und sehen alles nur Schwarz.


Ich bin überzeugt, dass je nachdem, wie wir denken, eben positiv als Optimist oder negativ als Pessimist, wir auch entsprechend handeln und mit unserem Handeln können wir letztlich auch die Realität verändern. Wir dürfen wenn es um das Erreichen von Zielen geht nie vorschnell aufgeben, uns entmutigen lassen oder gar in Hoffnungslosigkeit verfallen sondern mit einer positiven Grundhaltung und entsprechender Motivation zielführende Verhaltensweisen in Gang setzen - so werden wir auch positive Veränderungen bewirken.

 

Abgesehen davon ist eine positive Grundhaltung auch gesund und führt zu einer höheren Lebenserwartung, dies hat man sogar verschiedentlich wissenschaftlich untersucht. Es gibt zu diesem Thema etliche Studien, u.a. eine, wo man in einem Kloster die Briefe von Nonnen untersucht hat, wo jede am Anfang von ihrer Ordenszeit verfasst hat:


In diesen Aufsätzen haben die Frauen geschrieben, was sie sich vom Leben im Kloster erwarten und ob sie verbittert oder wohlwollend auf ihre Vergangenheit zurückschauen - die Briefe sind anonymisiert, nach dem Grad von der Positivität geordnet worden. Das Ergebnis hat gezeigt, dass keine andere Variable auch nur ansatzweise die unterschiedliche Lebenserwartung von der Nonnen so exakt vorhersagen hat können, wie der Grad von der positiven Einstellung: Mit 94 Jahren haben noch 50% von den positiv gestimmten Nonnen gelebt, aber nur noch 15% von jenen mit einer negativen Lebenseinstellung.


Wir gehören heute u. a. Musik vom Wolfgang Amadeus Mozart – Der Mozart ist ein grosser Bewunderer vom Goethe gewesen und zum Schluss möchte ich Ihnen für das neue Jahr ein altes Rezept von Katharina Elisabeth Goethe, Mutter v. Johann Wolfgang von Goethe, mit auf den Weg geben:


Nehmen Sie 12 Monate, putzen Sie die sauber, frei von Neid, Bitterkeit, Geiz und Pedanterie, zerlegen Sie die 12 Monate in 30 oder 31 Teile, so daß der Vorrat für ein ganzes Jahr reicht. Richten Sie jeden Tag einzelnen an, mit 1 Teil Arbeit und 2 Teilen Frohsinn und Humor. Fügen Sie 3 gehäufte Eßlöffel Optimismus dazu, 1 Teelöffel Toleranz, 1 Körnchen Ironie und 1 Prise Takt. Übergiessen Sie die Masse mit viel Liebe, schmücken Sie das fertige Gericht mit einem Sträußchen voll von kleinen Aufmerksamkeiten und servieren Sie es täglich mit Heiterkeit.


Jetzt wünsche ich Ihnen aber weiterhin viel Vergnügen mit dem Sinfonieorchester Stringendo und ein glückliches, zufriedenes und v.a. gesundes 2019!


Stadtpräsident Roger Bachmann



Bildergalerie Anton Scheiwiller