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Lebensfreude und Zufriedenheit im höheren Alter

 

Im Rahmen einer weiteren Veranstaltung des Seniorates Dietikon lud die Referentin, Frau Gabriela Hofer, Fachmitarbeiterin der Suchtpräventionsstelle der Bezirke Affoltern und Dietikon, zu Beginn ihres Referates die Anwesenden zur Selbstreflexion und gegenseitigem Austausch ein: ‚Was macht mich zufrieden mit meinem Leben?‘ ‚Was bereitet mir Freude?‘

Lebensqualität und Lebenszufriedenheit basiert auf mehreren Säulen, welche uns durchs Leben tragen und vor allem auch im Alter wichtig sind: Meine Körperlichkeit/Psyche – Soziale Beziehungen – Aufgaben und Interessen – Materielle Sicherheit sowie Werte/Sinn. Je mehr diese Säulen im Leben eines älteren Menschen ‚tragfähig‘ sind, führen sie auch zu mehr Gelassenheit – d.h. zur Bereitschaft, sich Gedanken zu den Phasen des Lebens zu machen und sich mit dem Wörtchen ‚noch‘ anzufreunden. Es bedeutet aber auch: Liebgewordene Gewohnheiten zu pflegen - als beste Voraussetzung für Neues offen und empfänglich zu sein.

Als Fachperson Prävention und Gesundheitsförderung war es der Referentin auch ein Anliegen auf die Gefahren von Sucht und Abhängigkeit hinzuweisen. Sucht kennt keine Altersgrenzen. Höchstes Suchtpotenzial für heutige ältere Menschen sind Alkohol, Medikamente und Tabak. Als ‚late onset‘ (später Beginn) sind es etwa 1/3 bis 1/2 der über 60-Jährigen, welche mit Suchtproblemen konfrontiert werden. Dabei sind vor allem Alkohol und Medikamente (insbesondere auch Schlafmedikamente) als ‚Spitzenreiter‘ zu bezeichnen. Abhängigkeit entwickelt sich spiralenförmig: Vom Genuss zur Kompensation zur Gewöhnung in die Abhängigkeit.

Lebensfreude und Zufriedenheit im Alter: Ein Schlüssel dazu ist die psychische Gesundheit – frei von Abhängigkeit, aber gepaart mit Selbstvertrauen, einem positiven Altersbild, Lebenssinn….. oder wie es J.W. Goethe ausdrückt: ‚Man sollte alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen, ein treffliches Gemälde sehen und, wenn es möglich zu machen wäre, einige vernünftige Worte zu sprechen.‘


Bericht: Peter Heinzer, Vorstandstandsmitglied des Seniorenrates

Bilder: 

Gabriela Hofer, für die  Bezirke Affoltern und Dietikon zuständig