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Die Volkshochschule Dietikon unternahm eine  eindrückliche geologische Exkursion  ins Aletschgebiet

 

Gruppenbild der Teilnehmer am grossen Aletschgletscher 

 

Die 21 Wanderer konnten es kaum erwarten, die Schönheiten des Unesco Welterbes Aletschgebiet kennen zu lernen. Der Aletschgletscher ist der grösste Eisstrom Europas, auch wenn er in den letzten Jahren deutlich an Masse verloren hat. Er war und ist ein grosses Wasserreservoir, das in früheren Jahrhunderten für die Leute von Ried existenziell wichtig war und heute noch ist. Wir studierten die Strukturen des Gletschers und seiner Oberfläche, erlebten den Aletschwald mit seiner Geschichte und blickten auch zurück in die Anfänge des Alpentourismus. Wir wohnten in der Villa Cassel, dem berühmten Alpensitz des englischen Bankiers, im heutigen Naturschutzzentrum der Pro Natura. 

Am ersten Tag unternahmen wir die erste Wanderung auf dem Casselweg zum Riederhorn auf 2230m. Der Aussichtspunkt ist einzigartig. Von hier aus sieht man nicht nur den grossen Aletschgletscher, sondern auch Weisshorn, Matterhorn, die Mischabel-Gruppe und viele weitere Gipfel. Der zweite Tag führte uns in den Aletschwald. Wir studierten die Pflanzenwelt, die ehemalige Bewirtschaftung, die Linienführung an den Spuren der alten Wasserleitungen (Suonen). Heute werden  die Gegenden von Ried, Greich, Goppisberg und Betten von einer Leitung versorgt, die durch einen Stollen des Riederhorns führt. Zwei Gemsen und ein Eichhörnchen begrüssten uns auf dieser Wanderung. Am Schluss hatte man noch Gelegenheit, den Alpenblumengarten bei der Villa Cassel zu besichtigen. An zwei Abenden erhielten wir zusätzlich Lektionen über die Geologie dieser Gegend und die Dynamik der Gletscher. Der letzte Tag war wohl das grösste Ereignis für alle Teilnehmer, konnten wir doch ein grosses Stück auf dem grossen Aletschgletscher  aufsteigen.  Die Wanderung führte zuerst am Bischofssitz und am restaurierten Kalkbrennofen (Chalchofu) vorbei hinunter zum Einstieg auf den Gletscher. Es wurden die Steigeisen angezogen und zwei Seilschaften gebildet. Dann stiegen wir mit unserem Bergführer Jean-Marie Salzmann  über Spalten und Wasserläufe zur Mittelmoräne. Er zeigte uns Gletschertische, Sandhügel, Dolinen und Gletscherflöhe. Die Exkursion erforderte von den Teilnehmern gute Kondition und Trittsicherheit, aber alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer meisterten tapfer alle Schwierigkeiten. Ein grosser Dank geht an Peter Müdespacher und seinen Assistenten, Renzo Benassa, die die Exkursion gestaltet und mehrmals rekognosziert hatten. Mit schönen Erinnerungen und viel Walliser-Sonne im Herzen kehrten alle Teilnehmer glücklich nach Hause.   

Die nächste Exkursion der Volkshochschule Dietikon führt am 24./25. August über das Welt-Kulturerbe Albula- und Berninabahn nach Pontresina und Tirano. Im September geht die Fahrt ins Bergell nach Vicosoprano, Stampa, Soglio und Bondo.

 Dietikon, 13. Juli 2013  Anton Scheiwiller Dietikon   

 

 

Bilder der Exkursion