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Stadt Dietikon Stadtkanzlei  Medienmitteilung

 

    

 Abschluss Verfahren Altlastensanierung Schellerareal     

    

Betreffend der altlasten- und abfallrechtlichen Massnahmen auf dem ehemaligen Schellerareal hat die Stadt mit den betroffenen Parteien eine Vereinbarung     betreffend der Kostenverteilung abgeschlossen. Sie verpfichtet sich darin, Fr. 5'451'953.00 der zu verteilenden Kosten in der Höhe von Fr. 19'058'729.00 für die Gesamtsanierung zu bezahlen.

  

 

  

 Abschluss Verfahren Altlastensanierung Schellerareal   

  

    

 Die Stadt Dietikon hat im Jahr 1979 das   Schellerareal von der Scheller AG für rund 5.5 Mio. Franken erworben. Nach Betriebsaufgabe   der Scheller AG und diversen Zwischennutzungen auf dem Areal, verkaufte die   Stadt (Gemeinderatsbeschluss) das Grundstück im Jahr 2006 an die heutige   Swiss Life AG zum Preis von Fr. 10'050'000.00, da es nicht mehr als Standort   für das ursprünglich auf diesem Areal geplante Bezirksgebäude in Frage kam.   Von diesem Verkaufspreis wurden 2 Mio. Franken zurückbehalten, welche erst   nach abgeschlossener Altlastensanierung ausbezahlt werden sollen. Die Stadt   verpflichtete sich im vom Gemeinderat am 20. März 2006 genehmigten   Verkaufsvertrag nämlich, allfällige Mehrkosten, welche aus der absehbaren   Altlastensanierung (Sanierung 1) erwachsen, vollumfänglich zu übernehmen.

       

Kurz nach dem Baustart durch   die Swiss Life AG wurden im Frühjahr 2007 im östlichen Teil des Grundstücks   weitere Schadstoffe in Form von Öl, CKW und Kerosole entdeckt, was zu einem   unverzüglichen Baustopp sowie einer Umklassierung (von überwachungsbedürftig   zu sanierungsbedürftig) im Altlastenkataster durch das Amt für Abfall,   Energie und Luft (AWEL) führte. Gegen diese durch die Baudirektion des   Kantons Zürich erlassenen Verfügungen betreffend Baustopp sowie   altlastenrechtliche Umklassierung und damit verbundene Sanierungspflicht   erhob die Stadt Dietikon am 16. April 2007 je Rekurs; zugleich wurde die   Sistierung der beiden Rekursverfahren beantragt.

  

Um weitere Bauverzögerungen   zu vermeiden, einigte sich die Stadt Dietikon mit der Swiss Life AG, den   Standort zu sanieren, obwohl sie die Notwendigkeit dieser Altlastensanierung   bezweifelt. Die von der Swiss Life AG vorfinanzierte Altlastensanierung   (Sanierung 2) verursachte Kosten in der Höhe von 5.4 Mio. Franken.

       

Unter den involvierten   Parteien, welche sich aus dem Kanton Zürich (Baudirektion bzw. AWEL), der Swiss   Life AG sowie der Univar AG (ev. Rechtsnachfolgerin der Scheller AG)   zusammensetzten, wurde zunächst vereinbart, dass die noch zu ermittelnden   Kosten der Gesamtsanierung sowie die damit verbundenen Verhandlungen über die   Kostenteilung, erst nach Abschluss aller Sanierungsarbeiten und dem Vorliegen   sämtlicher Abrechnungen erfolgen soll.

  

Nach langwierigen   Verhandlungen in den Jahren 2013 und 2014 konnten sich die Parteien   schliesslich im Spätherbst 2014 auf eine einvernehmliche Regelung der   Kostenverteilung einigen.

  

Die von den Parteien   unterzeichnete Vereinbarung regelt die Verteilung der gesamten   Sanierungskosten (Sanierung 1 und 2) in der Höhe von Fr. 19'058'729.00 per   saldo aller Ansprüche. Die Stadt Dietikon verpflichtet sich darin insgesamt   Fr. 7'451'956.00 zu übernehmen. Davon hat sie bereits Fr. 5'451'956.00 durch   die Übernahme der Sanierungskosten, welche sich aus der vertraglichen   Verpflichtung mit der Swiss Life AG (Verkaufsvertrag) ergaben (Sanierung 1),   vorfinanziert. Die verbleibenden 2 Mio. Franken (inkl. MWST) sollen in Form   eines Forderungsverzichts aus dem Verkaufsvertrag (Kaufpreisrestanz) mit der   Swiss Life AG getilgt werden. Dieser Forderungsverzicht wurde im Rahmen des kantonalen   Übergangsausgleichs angerechnet und wird der Stadt zurückerstattet.

  

Ferner verpflichtet sich die   Stadt Dietikon die Kosten der künftigen Überwachung, welche auf einmalig max.   Fr. 50'000.00 (inkl. MWST) veranschlagt werden, zu übernehmen. Schliesslich   hat sich die Stadt verpflichtet, die beiden Rekurse aus dem Jahre 2007   zurückzuziehen.   

Der Restbetrag der Gesamtkosten wird durch den Kanton, die Swiss Life AG und die Univar AG getragen.

       

Die abgeschlossene   Vereinbarung stellt insgesamt die bestmögliche Lösung für die Stadt Dietikon   dar. Langjährige, komplexe Prozesse in verschiedenen (Rechtsmittel-)Verfahren   und ungewissem Ausgang, sehr hohe Prozess- und Anwaltskosten können so   vermieden werden. Das Schellerareal ist erfolgreich saniert, der grösste Teil   des Untergrunds ist komplett von Altlasten befreit. Vor allem aber kann auch   eine Gefährdung der Grundwasserfassungen im Langacker/Russacker durch   Schadstoffe komplett ausgeschlossen werden, wie die Ergebnisse der   Grundwasserüberwachung und der Tracerversuche inzwischen klar ergeben haben