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Polit Talk: „Links“ + „Rechts“ bringen Quoten – ist das so?


Gestern Montagabend besuchte uns Gerry Pfister, Parteipräsident der CVP Schweiz und Nationalrat, in Dietikon.

Ottilie Dal Canton begrüsste die illustre Gesellschaft von gut 70 CVP-Mitgliedern und politisch interessierten. Unter Ihnen waren auch der amtierende Gemeinderatspräsident Martin Romer und der CVP-Kantonsrat und Unternehmer, Josef Wiederkehr.

Gerry Pfister erklärte uns, dass in der Politik «die Auseinandersetzung mit dem Thema» wichtig sei, jedoch Sendungen wie die Arena, usw. langweilig sind, wenn wir sie jeden Abend sehen. Die Zuordnung zur „Mitte“ sei schwierig, da diese durch das Umfeld bestimmt wird. Die CVP vertrete ihre eigenen Werte und Ziele. Sie strebe Lösungen an, damit uns die Schweiz als Erfolgsmodel noch lange erhalten bleibt. Die Lösungen sollen dem Mittelstand helfen und genau deshalb setzen sie sich durch ihre Ausgewogenheit mehrheitlich durch. Die CVP dürfe ruhig mehr Mut zur Abgrenzung und klarer Kommunikation haben und soll Kompromisslösungen nur am Ende von Verhandlungen zum Zug kommen lassen. à Ein Profil wird nur klar durch Abgrenzung. Wir sollen selbstkritisch für unsere Werte einstehen, denn wer klare Positionen gegen aussen kommuniziert, wird auch eher verstanden und gehört.

Obwohl Gerry Pfister den Aegerisee, Dietikon vorzieht, würde er auch hier CVP-Aktien kaufen. Die CVP ist seiner Meinung nach die Partei, mit dem grössten Potential gegen oben. Seit seinem Amtsantritt ist die Zahl der gewählten CVP-Vertreter in den Ämtern zwar rückläufig, bis zu seinem allfälligen Rücktritt, will Gerry Pfister die Bilanz der CVP-Vertreter aber mindestens wieder auf eine schwarze Null bringen. Dabei darf alles verwendet werden, «was Gott nicht verboten hat». Die CVP solle einfacher und klarer die Themen besetzen und diese dem Wähler verständlich transportieren. Die CVP müsse lernen zu streiten. Um erfolgreich zu streiten muss die Position eines Themas zuerst intern «erstritten» werden. Das C entscheide wie die CVP mit Fragen umgeht und solle nicht mit einem K verwechselt werden, auch wenn das in bestimmten Kantonen der Ursprung der Partei sei.

Auf die Frage, warum CVP? antwortete Gerry Pfister mit einem Quäntchen Schalk im Gesicht: „Es gib keine bessere Partei als die CVP.“ Weiter erklärte Gerry Pfister, dass wenn die CVP dem Populismus verfallen würde, die Partei sicherlich ¾ der Mitglieder verlieren würde. Die Schweiz habe mit den 4 nationalen Abstimmungen pro Jahr ein super Instrument, um den Puls der Bevölkerung zu spüren und deren Bedürfnisse ernst zu nehmen. Genau da müsse die CVP ansetzen und Themen wie Mittelstand, Gesundheit und Bildung in den nächsten Jahren weiter zukunftsweisend vorwärtstreiben.

Im Anschluss offerierte die CVP Dietikon noch einen Apéro

Bericht: Roger Studer

Photos: Anton Scheiwiller


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