D-Online

Platz für Ihren Slogan

Pfadi-Alt-Elternrat-Wanderung vom 13. Juli 2017

 

Schon die Einladung war überraschend. Was dachten wir, unser bewährter Wanderführer Toni will mit uns Seniorinnen und Senioren die Blüemlisalp erklimmen. Doch nach näherem Hinsehen senkte sich der Adrenalinspiegel, wir besteigen die Blümlisalp auf dem Küsnachter Berg über dem Zürichsee. Ein weiterer Genuss, diese Blümlisalp ist kein Berg, sondern ein Gasthaus.

Also fanden sich am 13. Juli 2017 um 08:45 h  10 wanderfreudige Alt-Elternräte der Pfadi-Abteilung St. Ulrich mit Rucksack, einige mit Wanderstöcken (im Alter braucht es Gehhilfen) beim Bahnhof Dietikon ein. Nach kurzer Begrüssung, Wanderleiter Toni hat Prachtswetter bestellt, führte uns die S3 nach Zürich-Stadelhofen. Dort ohne Kaffeehalt sofort umsteigen in die Forchbahn in den vordersten Wagen. Wir wollten die Ersten sein bei der Haltestelle Forch, vielleicht gibt’s dort einen Kaffeehalt. Im gleichen Wagen nahm auch eine Schulklasse Platz welche auch das gleiche Ziel im Auge hatte. Da in einem unserer Abteile noch ein Platz frei war setzte sich eine, auch nicht mehr ganz junge, Dame zu uns. Mit Halskrause und einem eingeschalten Unterarm musste ja gleich die Frage kommen: Was haben Sie denn gemacht? Ein spektakulärer Sturz mit dem Bike vor sieben Wochen im Bündnerland war die Ursache. Trotzdem und voll guten Mutes lässt sie sich nicht runterkriegen, ihr Schutzengel wird sie auch weiterhin behüten und sobald Arm und Halswirbel wieder intakt sind, geht’s wieder auf das Bike. Diese Konversation brachte uns in kürzester Zeit zu unserem Ausgangspunkt Forch.

Wer hier einen Kaffeehalt erwartete war wiederum enttäuscht. Rucksäcke ergreifen und bei schönstem Wetter nahmen wir den Weg Richtung Kaltenstein, Wangen, dort eine kleine Unsicherheit es gab zwei Möglichkeiten, entweder rechts abbiegen via ein bewaldetes kühles Tobel dem Dorfbach entlang, oder an der doch schon etwas prallen Sonne weiter zu wandern. Wir nahmen den kühleren Weg unter die Füsse, auch wenn damit ein kleiner Umweg verbunden war. Ein weiterer Nachteil: Verena und Toni begegneten im Tobel keinen Schmetterlingen, sodass in den Fotoapparaten einige Speicherplätze leer blieben. Nach einem kleinen Aufstieg führte uns der Weg wieder zur vorgesehenen Route. Wieder auf offenem Gelände über „Alpweiden“ erreichten wir Limberg. Nebst dem dringenden Nachholbedarf von Schmetterlingsaufnahmen, mussten wir verschiedentlich für Fotoshootings bereit stehen, u.a. beim Ausgang eines Tunnels. Eine Lektion über Agrar- und Milchwirtschaft ermöglichte uns eine kleine Wanderpause. Ein Landwirt gab uns Auskunft über seine Mutterkuhhaltung und seine jüngst geborenen Kälbchen, davon Zwillingskälbchen.

Weiter ging es erst über Feld, dann wieder durch den Wald Richtung Feuerstelle. Es wurde fleissig dürres Holz gesammelt da wir kein Risiko auf uns nehmen wollten, die Cervelats kalt zu essen. Pünktlich um 12:00 h erreichten wir die Feuerstelle, 500 m vor der Blüemlisalp. Ein wunderschöner Platz unter einer grossen schattenspendenden Eiche ermöglichte uns die verdiente Mittagsrast. Selbstverständlich durften wir auch ein Glas Weissen und zum Hauptgang ein Glas Rotwein genehmigen.

Kurz vor dem Weiterwandern begegnete uns eine Wandergruppe aus dem Baselbiet. Toni nahm die Gelegenheit wahr, ein Gruppenbild abzulichten. Was uns auch einen kurzen Schwatz ermöglichte und dass wir ihnen vermutlich am Schiffsteg wieder begegnen. Nicht ohne genügend Fotoaufnahmen von unserer Mittagsrast und dem obligaten Gruppenbild, aufgenommen von einem freundlichen Wanderer, marschierten wir weiter, leider an der Blüemlisalp vorbei durch das romantische Erlenbachertobel Richtung Erlenbach. Wilde Wasserfälle, berauschte Stege, Brüggli und Treppen gaben Anlass zu verschiedensten Möglichkeiten für ganz gefühlsvolle Aufnahmen. Fotoshooting pur. Rechtzeitig erreichten wir in Erlenbach das von unserem Wanderführer empfohlene Café Brändli. Hier erwartete uns eine grosse Überraschung. Violanda durfte dieses Jahr einen runden Geburtstag feiern und so spendierte Sie grosszügig ein feines Dessert welches wir uns mit grosser Freude dankbar schmecken liessen. Herzlichen Dank für das exzellente feine Dessert! Nach dem letzten Fotoshooting dieses Tages und müde vom Wandern, bestiegen wir das Schiff „Pfannenstiel“ welches uns zum Bürkliplatz brachte. Mit dem Tram weiter zum Hauptbahnhof, mit der S3 erreichten wir um 16:45 h Dietikon, etwas erschöpft dafür mit vielen schönen Erlebnissen vom ganzen Tag. Kurze Verabschiedung aller mit dem besten Dank an unseren Organisator Toni, er hat es wirklich wie immer, sehr gut gemacht. Wir hoffen alle, dass uns auch im nächsten Jahr wieder eine nette Wanderung aufwartet. Herzlichen Dank an Alle für die nette Geselligkeit.

Bericht;Pius. Munwiler

Bildergalerie: Toni Scheiwiller