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Neujahrsansprache 2015

(leicht gekürzt)  

Stadtpräsident Otto Müller  

Liebe Dietikerinnen und Dietiker, geschätzte Gäste  

Nach dem wunderbaren musikalischen Auftakt durch das Collegium Musicum aus Urdorf möchte ich im Namen des Stadtrates die besten Wünsche zum neuen Jahr überbringen! Für das angefangene Jahr, das wie ein weisses Blatt vor uns liegt, wünsche ich Ihnen und Ihren Angehörigen eine grosse Wagenladung voll Glück, Gesundheit, Lebensfreude und Zufriedenheit.  

Diese Wünsche gehen wie immer auch an Menschen in unserer Stadt, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen: Kranke, Einsame, Leute mit Schicksalsschlägen, Arbeitslose. Gerade ihnen soll das Jahr 2015 Licht, Hoffnung und Besserung bringen.  

Der Jahreswechsel ist die beliebte Zeit des Rückblicks und die Zeit der guten Vorsätze. Mit den guten Vorsätzen ist es bekanntlich so eine Sache: Wer keine fasst, kann auch keine schlechten Erfahrungen machen, denn die guten Vorsätze können leicht zur ersten Enttäuschung im neuen Jahr werden. ... 

Ich erwähne einige Ereignisse, die Menschen in Dietikon betrafen, Menschen, die sich freuten, die miteinander verbunden waren oder miteinander etwas erreichten. ... 

Der Aufstieg der ersten Mannschaft des Fussballclubs Dietikon in die erste Liga. Nach 48 Jahren in unteren Ligen wurde der FC Dietikon wieder erstklassig. Die Mannschaft nahm souverän den Lift nach oben in die erste Liga; was für eine Freude bei Spielern und Trainern!  

Der Seniorenrat Dietikon wurde 20 Jahre alt und feierte mit einer zauberhaften kleinen Feier diesen Geburtstag. Seine Mitglieder erbringen wertvolle Dienstleistungen für Seniorinnen und Senioren oder in den Schulen in Form der Klassenbegleitung.  

Die Spiele der Fussballweltmeisterschaft wurden als Public Viewing auf dem Kirchplatz übertragen: Grossartige Stimmung, Jung und Alt dabei, Sport verbindet über Grenzen und Nationen.  

Das Neujahrsblatt 2015 stellt 200 Personen vor, die in Dietikon wohnten und wirkten. Es ist eindrücklich, dass in unserer Stadt immer wieder aussergewöhnliche Persönlichkeiten lebten.  

Im Dezember feierten weit über 700 Seniorinnen und Senioren in der Stadthalle; viele Gäste sehr vital und lebensfreudig. ... 

Der Grafiker Jörg Hamburger wurde zum Kulturpreisträger der Stadt ernannt und für seine herausragende Plakatkunst ausgezeichnet. Leider verstarb er nur wenige Wochen nach der Übergabe des Kulturpreises.  

Das Eisfeld auf dem Rapidplatz erfreut Kinder und Erwachsene, auch die neue Weih-nachtsbeleuchtung ist ein Ausflug ins Limmatfeld wert; von der alten Weihnachts-beleuchtung im Zentrum oder von dem, was noch übrig geblieben ist, nicht zu reden. Auf die kommende Adventszeit wird aber eine neue Beleuchtung erstrahlen und den alten Weihnachtsschmuck ganz oder teilweise ersetzen.

Der Anlass „50 Jahre Festung Dietikon" lockte zahlreiche Interessierte im Rahmen eines schlichten Festes auf den Pausenplatz des Zentralschulhauses. Die Vergangen-heit wurde wieder lebendig dank Zeitzeugen wie alten Bunkern und Fahrzeugen aus dem Zweiten Weltkrieg.  

„Du bist von Dietikon, wenn..." Was würden Sie dazu sagen?  

Es bildete sich eine Facebookgruppe, ein soziales Netzwerk im Internet, mit über 1’800 Mitgliedern.  

Diese äussern sich zu Dietikon, tauschen Erinnerungen, Episoden und Bilder aus.  

Zum Beispiel: Du bist von Dietikon ... wenn du auf dem Schulweg ins Fondli bei Bauer Keller Äpfel vom Baum gestohlen hast und vor dem Hund davonrennen musstest.  

Der Höhepunkt war ein wirkliches Treffen in den Reppischhallen, an dem über 100 Mitglieder der Gruppe einen interessanten Austausch pflegten. 

Dietikon war im vergangenen Jahr zeitweise zeitlos, weil ein Blitz in die Agathakirche einschlug und für viel Gesprächsstoff sorgte.  

Nicht zu vergessen ist Frau Holle: Sie schenkte der Stadt zum Jahresende nicht nur eine weisse Bescherung, sondern nationale Medienpräsenz für unsere Skiarena.  

Letztlich prägen Menschen das Umfeld und das ist in Dietikon sehr lebenswert. Gelegentlich wird das zu wenig erkannt und geschätzt. Im Städtevergleich von 143 Schweizer Städten arbeitete sich Dietikon auf den hervorragenden 23. Platz hoch. 

Der Wechsel ins neue Jahr ist geschafft und bedeutet, dass wir alle weiterleben mit den reichen Erfahrungen aus dem letzten Jahr. 

Drei Wünsche möchte ich an den Anfang des neuen Jahres stellen:  

Ich wünsche mir, dass Sie alle als positive Botschafterinnen und Botschafter unserer Stadt auftreten und das Gute selbstbewusst nach Aussen tragen. Unsere Stadt bietet sehr viel!  

Ich wünsche mir, dass im politischen Umfeld mehr am gleichen Strick gezogen wird und weniger Platz für Neid und Missgunst vorhanden ist. Nur so können wir Bestehendes in der Stadt verbessern und Neues gestalten und die Stadt vorwärts bringen.

Man kann die Welt nicht ändern, aber jeden Tag ein bisschen besser machen. 

Eine kleine Hilfestellung, ein Dankeschön, ein Kompliment, ein Zeichen von Zuneigung und Anerkennung, nachgeben und verzeihen - es braucht nicht viel!  

Das wünsche ich Ihnen, starten Sie ins Jahr mit viel Optimismus, Zuversicht und glauben Sie an die Kraft, vieles möglich zu machen.  

Die freiwillige Kollekte ist für die Juniorenabteilung des Fussballklubs Dietikon bestimmt. Aktuell eifern 357 Junioren und 20 Juniorinnen den grossen Vorbildern nach, 39 Jugendliche befinden sich sogar auf einer Warteliste. Der Fussballclub Dietikon leistet hervorragende Jugend- und Integrationsarbeit. 

Heute und im weiteren Verlauf des angefangenen Jahres wünsche ich Ihnen von Herzen viel Freude! 

Dietikon, 2. Januar 2015