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Starke Stimmen füllen die Kirche

Von Christian Murer

Dietikon Der Männerchor und das Engel-Chörli aus Appenzell  präsentieren vielfältiges Liedgut. LiZ 5.11.2012

 


 

Der Männerchor Dietikon bewies ein goldiges Händchen bei der Wahl seiner  Gäste für das traditionelle Konzert in der St.-Agatha-Kirche. Die acht wackeren  Mannen des Engel-Chörlis aus Appenzell präsentierten sich in blendender Form.  Ihr Repertoire reichte vom «Ruggusseli», dem Lied «Uf de Moo chasch goo» bis zum  Gassenhauer «Surfe uf em Lankersee». Das Chörli gab eine Stunde lang Lieder  verschiedenster Musikstile mit witzigen Texten zum Besten.

Vor über 30 Jahren gegründet

Die Geschichte des Chors nahm in den späten 1970er-Jahren ihren Anfang, als  die junge und etwas verrückte Guggenmusik «Ä-pfoch» durchstartete. Im Gasthaus  Engel in Appenzell, dem Stammlokal der Gruppe, wurde nach den Guggen-Proben oft  bis spät in die Nacht gesungen, allerdings ohne Ansprüche an Literatur und  Gesangsqualität – dafür in markanter Lautstärke und aus vollem Herzen. Um die  alten Appenzeller Lieder zu pflegen, begannen fünf der Kollegen, ernsthaft  miteinander zu proben. So trafen sie sich ab 1980 jeweils am Sonntagnachmittag  in der heimischen Stube zu Gesangsprobe und Kaffee.

«Wir haben Freude am Gesang, und diese Freude tragen wir ins Publikum  hinaus», sagte Leiter Emil Koller, der zugleich das Konzert moderierte. Das sei  von Beginn weg das Ziel des «Engel-Chörlis» gewesen, und daran habe sich bis  heute nichts geändert. «Wir hoffen, dass unser Publikum dies bei jedem unserer  Vorträge spürt», fügte Koller an. Eine «Standing Ovation» war dann auch der  verdiente Lohn für diese Liedkunst.

Der erste Teil des Konzertabends wurde von den Gastgebern bestritten und  stand ganz unter dem Motto «Der Sänger empfiehlt». Wolfgang Böhler, der neue  Dirigent des Dietiker Männerchors, setzte die musikalische Latte recht hoch.  Klassische Männerchor-Lieder, Gospel und Evergreens in Mundart bestimmten das  abwechslungsreiche Programm. Organist und Pianist Bernhard Hörler begleitete am  Digitalpiano. Moderator Heinz Zubler gab dem guten Dutzend Liedern wie «Im  kühlen Grunde», «Jägerchor», «Le vieux Chalet» oder «La Montanara» mit seiner  sonoren Stimme den richtigen Drive. Sein achtjähriger Enkel Janis war deshalb  voll des Lobes: «Mein Grossvater hat die Lieder super angesagt und gesungen»,  sagte er. Auch Vater Daniel Berweger war angetan vom Konzert. «Nachdem im  letzten Jahr der Männerchor mit einer Band zusammenspielte, fand ich es gut,  dass heute wieder ganz die Stimmen der Sänger im Zentrum standen. Für mich  verbreitete das Engel-Chörli aus Appenzell Gänsehaut-Atmosphäre», so Berweger.  Wer sie nicht gehört habe, habe etwas verpasst.

Er habe den Abend  unglaublich genossen.

Zu den Geniesserinnen gehörte auch Marie-Therese Trost aus Aesch. «Ich hatte  einfach Freude an diesem Konzertabend und genoss es total», sagte sie. Sie sei  einfach an dieses Konzert gekommen, ohne urteilen zu müssen, so das Mitglied der  achtköpfigen Aescher Kulturkommission. 

 

 


Der Männerchor Dietikon bestritt den ersten Teil des Abends. Er sang  in der St. Agatha Kirche seine liebsten Lieder. 


 

Bilder Teil 1    Männerchor Dietikon


Bilder Teil 2    Engel-Chörli Appenzell und Apéro