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23.02.2015
MEDIENMITTEILUNG DER STADT DIETIKON UND DER LIMMATTALBAHN AG


Einigung über die Linienführung der Limmattalbahn im
Zentrum von Dietikon.

 Ende Januar 2015 haben die Stadt Dietikon und die Limmattalbahn AG das gemeinsame Masterplanverfahren zur Limmattalbahn abgeschlossen. Der umfangreiche Variantenvergleich hat ergeben, dass die direkte Anbindung der Limmattalbahn an den Bahnhof notwendig ist. Die engen Verhältnisse verlangen jedoch nach verschiedenen Massnahmen und Verbesserungen. Die Limmattalbahn AG reicht deshalb Ende März 2015 eine Projektänderung beim Bund ein.


Die Stadt Dietikon hatte im Dezember 2013 im Rahmen des eisenbahnrechtlichen Plangenehmigungsverfahrens
eine Einsprache zur Linienführung der Limmattalbahn im Zentrum eingereicht. Um eine gemeinsame Lösung zu finden, führten die Limmattalbahn AG und der Stadtrat zwischen Mai 2014 und
Januar 2015 ein Masterplanverfahren unter externer Leitung durch. Daran waren Vertreter aller Parteien, Gewerbeverbände und die katholische Kirchgemeinde beteiligt. Die Teilnehmenden diskutierten die zukünftige Stadtentwicklung im Bahnhofsumfeld und prüften verschiedene Linienführungsvarianten im Zentrum.


Umfangreicher Variantenvergleich – überzeugende Lösung am Bahnhof bringt Einigung


In einem umfangreichen Variantenvergleich wurden 16 verschiedene Linienführungen beurteilt. Der Vergleich
hat gezeigt, dass die Linienführung gemäss Bauprojekt in praktisch allen Bereichen am besten abschneidet.
Nur mit einer Haltestelle beim Bahnhof können die Anschlüsse auf die S-Bahn gewährleistet und dadurch
kurze Reisezeiten realisiert werden. Eine Linienführung in der Zürcherstrasse hätte hingegen einen zu grossen
Eingriff ins Privateigentum und/oder grosse Staulängen an der Löwenplatzkreuzung zur Folge.


Es hat sich jedoch herausgestellt, dass das vorliegende Bauprojekt verbessert werden muss. Insbesondere die Platzverhältnisse beim Bahnhof wurden als zu eng beurteilt. Die Masterrunde hat ein Zielbild zum Zentrum definiert, das verschiedene Optimierungs-perspektiven aufzeigt. Hauptsächlich soll durch den Rückbau einer Liegenschaft ein neuer Bahnhofplatz Ost entstehen, der die engen Verhältnisse deutlich entschärft. Der zusätzliche Platz ermöglicht, die Perrons und die Fussgängerwege zu verbreitern und die Sicherheit deutlich zu erhöhen. Das Bauprojekt der Limmattalbahn wird entsprechend überarbeitet und als Projektänderung Ende März 2015 beim Bundesamt für Verkehr zur Genehmigung eingereicht. Die Projektänderung ist Bestandteil eines Vergleichs zwischen der Stadt Dietikon und der Limmattalbahn AG, aufgrund dessen der
Stadtrat seine Einsprache zur Linienführung im Zentrum zurückgezogen hat.


Der Stadtrat von Dietikon und die Limmattalbahn AG sind der Meinung, dass mit den Projektänderungen und weitergehenden Massnahmen eine überzeugende Lösung gefunden wurde und die Bevölkerung von Dietikon zukünftig von einem grosszügiger gestalteten und aufgewerteten Zentrum profitieren kann. Die grosse
Mehrheit der Masterrunde begrüsst die vorliegende Lösung.


Potenzial für städtebauliche Erneuerung im Zentrum


Das von der Masterrunde verabschiedete Zielbild enthält konkrete Massnahmen, die zur Verbesserung des Limmattalbahn-Projektes und des gesamten Bahnhofumfelds in Dietikon beitragen sollen. Ziel ist ein städtebaulich attraktives und funktionales Stadtzentrum mit grosszügigen öffentlichen Räumen.
Folgende sieben Massnahmen und Aufgaben wurden definiert:
_ Erweiterung Bahnhofplatz Ost: Im Bereich Bahnhofplatz Ost soll ein grosszügiger Aufenthaltsbereich
entstehen. Die Perronanlagen von Limmattalbahn und BDWM werden verbreitert und ein neuer Platz
realisiert. Dazu ist der Abbruch einer Liegenschaft nötig. Die Planänderungen sind Bestandteile des überarbeiteten Bauprojekts der Limmattalbahn.
_ Erschliessung Liegenschaften am Bahnhof: Die privaten Liegenschaften im Bereich Bahnhof bleiben
jederzeit erschlossen. Anwohnerinnen und Anwohner sowie die Benutzerinnen und Benutzer des Kirchenzentrums können ohne wesentliche Einschränkungen durch die Haltestelle fahren.
_ Verkehrskapazität Löwenplatz: Die erforderliche Kapazität für den Verkehr am Knoten Löwenplatz wird auch
unter Betrieb der Limmattalbahn gewährleistet.
_ Begehbarkeit Kirchplatz: Die Querungsmöglichkeiten am Kirchplatz bleiben für Fussgänger trotz Bahntrassee und den Durchfahrten von Bussen erhalten. Bei Grossanlässen kann der Kirchplatz verkehrsfrei gestaltet werden.
_ Aufwertung Zürcherstrasse: Der Kanton Zürich bereitet die weitere Planungsstufe für die Sanierung der
Zürcherstrasse vor. Die Neugestaltung des Strassenraums ist ein wichtiger Impuls für die
Zentrumsentwicklung.
_ Neugestaltung Bahnhofplatz West: Der Bahnhofplatz West soll durch den Abbruch zweier Liegenschaften
aufgewertet werden. Ziel ist ein grosszügiger Bahnhofplatz. Die Gespräche mit den Liegenschaftsbesitzern
sind im Gange.
_ Potenzial Bahnhofstrasse: Der Aussenraum und bauliche Entwicklungen an der Bahnhofstrasse sollen diese
Achse attraktiver machen und den Zugang zum Bahnhof für Fussgänger und Velo verbessern.


Bildmaterial und weiterführende Informationen unter www.limmattalbahn.ch/bildmaterial.php


Was ist die Limmattalbahn?
Die Limmattalbahn ist ein gemeinsames Projekt der Kantone Aargau und Zürich. Sie verbindet ab Ende 2019 den Bahnhof Zürich-Altstetten mit Killwangen-Spreitenbach im Kanton Aargau. Als leistungsfähiges Transportmittel ergänzt sie das öffentliche Verkehrsnetz in der dynamischen Region Limmattal. Auf der
13,5 Kilometer langen Strecke sind 27 Haltestellen vorgesehen. Auf der Strecke kommen Zweirichtungsfahrzeuge, ähnlich einem städtischen Tram, zum Einsatz. Die Gesamtkosten der
Limmattalbahn betragen 755 Millionen Franken inkl. MwSt.

 

 

 

             Projektänderung Bauprojekt Limmattalbahn (ZVG)