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Alles neu macht der Mai - Kulturapéro im Ruggacher


Um 11 Uhr ist es im Ruggacher am Sonntagmorgen für gewöhnlich noch ruhig. Nicht so am 7. Mai: die Besucherinnen und Besucher kommen in Scharen und füllen den Kulturraum bis auf den letzten Platz. Auf dem Programm stehen Musik und Literatur sowie ein Gespräch mit Simon Hofmann, dem neuen Kandidaten für das Statthalteramt. Zum Kulturapéro eingeladen hat die «Gruppe Unabhängiger Bürgerinnen und Bürger im Bezirk Dietikon». Sie macht sich stark für einen Neuanfang im Statthalteramt, doch am Kulturapéro geht es um die feineren Töne, vor allem um das genaue Hinhören. Mit Hanspeter Müller-Drossaart, dem selbsternannten «Kantonalen Leiter der literarisch-unterhaltenden Abteilung» fällt einem dies nicht schwer. «Muesch nöd grüble, muesch hoffe, Mann!» leitet er den beschwingten Reigen von Texten ein, welche von krass bis skurril um den Frühling mit seinen kreativ spriessenden Kräften kreist. Edith Schelling an der Handorgel und Dietrich Pestalozzi an der Bassgeige spinnen den künstlerischen Faden weiter mit mal melancholischen mal fröhlichen Stücken.

Gespannt wartet man auf das Gespräch von Irene Gysel, der bekannten Redaktorin der Sternstunden, mit Simon Hofmann. Man kennt ihn wohl von den Wahlplakaten, auf denen er sympathisch lächelt, doch seine Ansichten sind noch wenig bekannt. Gysel erinnert an den berühmten Statthalter Quirinius in der Weihnachtsgeschichte oder an die Vögte, welche die Landbevölkerung früher oft plagten. Hofmann lobt das heutige Zürcher System, das die Machtfülle der Bezirksstatthalter sinnvoll eingrenze. Doch sie nähmen nach wie vor ihre Aufgaben im Namen der Regierung wahr. Des Weiteren will Gysel wissen, ob Hofmann darauf vorbereitet sei, zum Beispiel mit der Feuerwehr auf schlimme Unglücksplätze auszurücken. «Ja, das muss gemacht werden» antwortet er schlicht. Er wisse, wovon er spreche, da er gelegentlich Fahrdienste für die Brandtouren seines Vaters, der damals Staatsanwalt gewesen sei, übernommen habe. Des Weiteren interessiert die Frage, wie er das Statthalteramt nach dem heftigen Wahlkampf ausführen werde. Hofmann verweist auf die genau umschriebenen Kompetenzen eines Statthalters, die er sachlich und ohne Ansehen der Person wahrnehmen werde.

Dies traut man dem Juristen, der sich an seiner aktuellen Stelle im VBS um komplizierte Vorhaben wie der Umnutzung des Flughafens Dübendorf kümmert, sofort zu. Im Übrigen schaue er den Kontakten im Bezirk offen und mit Freude entgegen. Trainiert genug, um im EHC Urdorf mitzuspielen, sei er leider nicht, doch er liebe diesen harten wie fairen Sport. Im Übrigen schätze er die noch ländlich geprägten Ecken im Bezirk, er selber sei noch so aufgewachsen und würde seinen Kindern eine solche Umgebung wünschen. Als Kathrin Kuster, die Sprecherin der Unabhängigen Bürgerinnen und Bürger, den Kulturapéro beschliesst, verabschiedet man sich mit dem Eindruck, Simon Hofmann gehöre heute schon als Statthalter dazu -  doch wirklich wissen werden wir es erst am 21. Mai – oder wie es der Titel der Veranstaltung verspricht: Alles neu macht der Mai!

 

Verfolge die «Unabhängigen Bürgerinnen und Bürger im Bezirk Dietikon» auf:

-          Facebook unter «Wir wählen Simon Hofmann als Statthalter»

-          www.wirwaehlensimonhofmann.ch

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