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Medienmitteilung vom 9. Januar 2018

 

Die ZPL begrüsst den Landkauf der Limeco in Dietikon und setzt Rahmenbedingungen


Die ZPL hat sich intensiv mit den raumplanerischen Aspekten, welche den geplanten Landkauf von 4.31 ha Land in der Silbern in Dietikon, bzw. die Neuerstellung einer Kehrichtverbrennungsanlage auf diesem Kaufgrundstück auslösen, auseinandergesetzt. Sie begrüsst den Landkauf, weil damit die Limeco langfristig handlungsfähig bleibt und ihre verschiedenen Geschäftsfelder optimieren kann. An den Neubau einer Kehrichtverbrennungsanlage auf dem Kaufgrundstück stellt sie aus raumplanerischen Gründen jedoch verschiedene Anforderungen. Die wichtigste Anforderung ist die Beschränkung der Verbrennungskapazität auf ein regionsverträgliches Mass von maximal 120‘000 Tonnen pro Jahr. 

An mehreren Sitzungen hat sich der Vorstand von der Limeco wie auch vom Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) über dieses wichtige Landgeschäft , bzw. über einen allfälligen Neubau einer Kehrichtverbrennungsanlage auf dem Kaufgrundstück, informieren lassen. Die ZPL hat die raumplanerischen Aspekte eines solchen Neubaus beurteilt und die verschiedenen Interessen in diesem Gebiet gegeneinander abgewogen. Weniger Gegenstand der Betrachtungen waren betriebswirtschaftliche Aspekte sowie Risikobetrachtungen. 

Die ZPL stellt fest, dass heute von total 85'636 t/a unter 20 % der verbrannten Abfälle aus der Planungsregion stammen. Geht man davon aus, dass das funktionale Einzugsgebiet der heutigen Anlage deutlich grösser ist und auch über die Kantonsgrenze reicht, dann stammt heute etwas mehr als die Hälfte der Abfälle aus der Region. Auch wenn man das künftige Wachstum und auch den Umstand, dass die Limeco ihre Marktstellung in der Region noch ausbauen möchte, berücksichtigt, so erscheint der Neubau einer Anlage mit 160‘000 t/a, wie dies der kantonale Richtplan vorsieht, als deutlich übertrieben und nicht regionsverträglich. Die ZPL wird sich deshalb in der momentan öffentlich aufliegenden Teilrevision des kantonalen Richtplanes deutlich dafür einsetzen, dass die entsprechende Festlegung überarbeitet und reduziert wird.  

Das Kaufgrundstück befindet sich in einem für Dietikon und auch für die Region sehr wichtigen Entwicklungsgebiet. Deshalb ist der nicht für die KVA benötigte Teil des Kaufgrundstücks – die ZPL geht von etwa der Hälfte der Fläche aus – für attraktive, wertschöpfende Nutzungen zur Verfügung zu stellen. Die geforderte Verkleinerung der Anlage löst zudem deutlich weniger Verkehr (Lastwagenfahrten) aus, was dem Entwicklungsgebiet, dessen Anschluss an das übergeordnete Strassennetz im Gebiet Silbernstrasse/Mutschellenstrasse chronisch überlastet ist, zugute kommt. Die ZPL verlangt auch einen Bahnanschluss für die neue KVA, im Wissen, dass aus verschiedensten Gründen der Anteil der mit der Bahn angelieferten Abfälle limitiert bleibt. 

Nicht zuletzt fordert die ZPL, in den weiteren Planungsprozess des Ausbaus der Anlagen der Limeco eng eingebunden zu werden (www.zpl.ch).

Zürcher Planungsgruppe Limmattal ZPL, Schöneggstrasse 30, 8953 Dietikon Telefon 043 500 45 00, Telefax 043 500 45 01, www.zpl.ch