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Dietiker Wanderer im Appenzeller-Vorderland -  von Heiden auf den Kaienspitz

 

 

 

 

 

 

 

Heiden Blick auf den Bodensee

 

Im Juni haben unsere Wanderleiter eine Vorliebe für‘s Appenzellerland. Führte uns Kurt Kubli letztes Jahr im Appenzeller-Mittelland auf die Hohe Buche, so wählte Sepp von Euw dieses Jahr das Appenzeller-Vorderland mit dem Ausgangspunkt Heiden und dem Ziel Kaienspitz. 

40 erwartungsfrohe Wanderer trafen sich um 06.30 Uhr am Bahnhof Dietikon. Eine recht stattliche Schar, aufgrund der nicht allzu optimistischen Wetter-Prognose. Auch die schwarzen Wolken liessen  noch keinen Schluss zu, was uns der Tag Wettermässig bringen sollte. Der guten Stimmung tat dies aber keinen Abbruch. Wir können’s gleich vorweg nehmen, unsere Befürchtungen waren vergebens. Die Wanderung konnte bei idealem Wetter, ohne einen Tropfen Regen, durchgeführt werden. 

 Kurz nach 8.15 Uhr trafen wir mit leichter Verspätung in St. Gallen HB ein. Der Anschluss nach Heiden war gefährdet. Dank Vor-Information durch Sepp wartete das Postauto entgegenkommen-derweise einige Minuten länger mit der Abfahrt. So schnell hat vermutlich noch nicht oft eine Senioren-Gruppe den Bahnhofplatz St. Gallen überquert. Im Doppelstöcker-Postauto ging’s ostwärts durch die Stadt St. Gallen. So kamen wir gleich zu Beginn zu einer kleinen Stadtrundfahrt. Wer einen Platz im oberen Stock ergatterte, genoss eine herrliche Aussicht auf zahlreiche Hügel und tiefe Tobel, und  bekam einen ersten Eindruck vom  hügeligen Appenzellerland.   

Heiden wurde im Jahre 1838 von einem verheerenden Dorfbrand heimgesucht. Innerhalb von zwei Jahren wurde das Dorf wieder aufgebaut. Zeugen aus dieser Zeit sind die vielen einfachen Bieder-meier-Häuser, die wir auf dem Weg ins Restaurant Bärli bestaunen konnten. In dessen heimeliger Appenzeller-Stube genossen wir den üblichen Kaffeehalt.

 Die Gruppe konnte den Start kaum erwarten. Nach wenigen Metern verliessen wir das asphaltierte Strässchen. Der Aufstieg verlief fast ausschliesslich auf Wald- und Wiesenwegen, was alle sehr zu schätzen wussten. Es ging einfach immer nur aufwärts, Sepp wählte die „Diretissima“ und alle kamen ganz schön ins Schwitzen. Der Atem wurde kürzer und der Puls höher. Die kurzen Verschnaufpausen wurden sehr geschätzt. Über Benzenrüti – Höchi erreichten wir den höchsten Punkt unserer Wanderung – den Kaienspitz auf 1122 M.ü.M. Was für eine wunderbare Rundsicht sollte uns hier oben erwarten. 360 Grad, die  Alpstein-Kette mit den vielen vorgelagerten Hügeln, schmucke Appenzeller-Dörfer, der Bodensee, im Hintergrund das Deutsche Ufer, das Rheintal und die Berge im Vorarlbergischen. Man konnte sich nicht satt sehen.    

Über Wiesen und  Waldwege stiegen wir über Oberkaien - Kaien  nach Unterrechstein ab, wo uns im Restaurant Mineralbad von Vreni Sonderegger und ihrem Team ein währschaftes Mittagessen serviert wurde. Nach dem Mittagshalt hatten wir nur noch ein relativ kurzes Wegstück vor uns. Vom Bad über Fuchsloch – Klösterli ging’s zu unserem Ausgangspunkt Heiden zurück. Bis zur Abfahrt des Postautos blieb noch etwas Zeit, sich in der näheren Umgebung umzusehen.

Auf einer anderen Route brachte uns das Postauto über Rehetobel - Speicherschwendi wieder nach  St. Gallen. Die übermässig vielen Reservationen durch Schulreisen zwangen uns hier zu einem längeren Aufenthalt, was uns noch einen Umtrunk ermöglichte. Um 19.15 h  trafen wir glücklich und zufrieden in Dietikon ein.

 Die nächste Wanderung findet am 31. Juli 2012 statt und führt uns ins Glarnerland. Vom Urnerboden wandern wir nach Braunwald. Das Programm liegt vorgängig am Bahnhof auf.

Ernst Lehmann Dietikon