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Erfolgreiche Buchvernissage im Kloster Fahr

 

«Bühne frei für die Bäuerinnen»

(pd/Kloster Fahr, 30. März 2014) Bei strahlendem Frühlingswetter fand am Samstag, 29. März 2013 die Vernissage des Buchs  «Beruf Bäuerin – Frauen aus der Bäuerinnenschule Kloster Fahr erzählen» statt. Das Interesse am Porträtbuch – Schlussstein zur Vollendung der traditionsreichen bäuerlich-hauswirtschaftlichen Schule –  war gross. 150 Gäste, darunter elf der dreizehn im Buch Porträtierten mit ihren Angehörigen, der Einsiedler Abt Urban Federer, die Nationalrätin und Biobäuerin Maya Graf sowie zahlreiche Vertreterinnen der kantonalen Bäuerinnen- und Landfrauenverbände sowie viele Freunde des Klosters, fanden sich zur Buchpräsentation ein. Verfasst hat das Buch eine Ehemalige der Schule, die Einsiedler Journalistin und Autorin Susann Bosshard-Kälin.

 

Vordere Reihe von links: Luzia Egli-Wicki; Berta; Priorin Irene Gassmann, Abt Urban Federer; Verena Zehnder, Maya Graf, Susann Bosshard-Kälin, Vreni Föhn-Zurfluh, Carl August Zehnder.

Hintere Reihe von links: Ruth Haug-Eggenberger, Marie-Theres Waser-Küttel, Rosmarie Mazenauer-Wicki, Rita Schuler-Schöpfer, Paula Zurfluh-Bieri, Rita Burkard-Laubacher, Sandra Koch Schmid, Jürg Bosshard, Nicole Scheuber-Bieber.  (Foto AntonScheiwiller)  

 

 

Das sonnige Frühlingswetter passte ideal zur Stimmung im Kloster Fahr, wo letzten Samstag die Vernissage des Porträtbuchs «Beruf Bäuerin» stattfand. Rund 150 Gäste waren ins Fahr gereist, um das neue Buch aus der Taufe zu heben. Mit Schwyzer Örgeli-Musik gaben zwei Ehemalige, Nadine Imgrüth und Luzia Dubacher, von Beginn weg den lockeren und fröhlichen Takt an. Priorin Irene Gassmann, Vorsteherin des Kloster Fahr, begrüsste die Gäste im bis auf den letzten Platz besetzten Raum: «Es kommt mir vor wie anno dazumal! Wie oft haben wir hier in der Turnhalle den Abschluss eines Kurses gefeiert! Und auch heute stehen ehemalige Absolventinnen unserer Bäuerinnenschule im Mittelpunkt.» Sie begrüsste die elf porträtierten Frauen und ihre Gäste, ebenso die Autorin Susann Bosshard-Kälin zusammen mit ihrem Ehemann Jürg Bosshard, der die Fotos fürs Buch realisiert hatte: im speziellen begrüsste sie Verena Zehnder, die ehemalige Präsidentin des Vereins Pro Kloster Fahr, die viel Netzwerkarbeit geleistet, den Kontakt zum Verlag und zu den Sponsoren geknüpft hatte. Sie begrüsste Peter Moser, der als Historiker das Nachwort verfasst hatte ebenso wie Bruno Meier und sein Team vom Verlag hier+jetzt. «Es ist für mich eine besondere Freude und Ehre, dass heute Frau Nationalrätin Maya Graf hier bei uns ist. Frau Graf, selber Biobäuerin, schrieb das Vorwort zum Buch.»

 

Bleibende Erinnerung an die traditionsreiche Schule

Priorin Irene: «Vor acht Monaten haben wir mit dem Frühlingskurs 2013 und einem grossen Abschlussfest mit über 1200 Teilnehmerinnen die 69-jährige Ära der Bäuerinnenschule Kloster Fahr voll-endet, heute dürfen wir dieses Buch in Empfang nehmen; es ist für mich und die ganze Klostergemeinschaft ein grosses Geschenk, eine bleibende Erinnerung an das Wirken unserer Gemeinschaft in den letzten Jahrzehnten im Bereich der Bildung der Schweizer Bäuerinnen.» Bruno Meier, Leiter des Verlags hier+jetzt bedankte sich für die Gastfreundschaft im Fahr, die gute Zusammenarbeit mit dem Kloster und der Autorin.  

 

Beruf als Berufung

Nationalrätin Maya Graf, Bio-Bäuerin aus Sissach, zeigte sich in ihrem Grusswort beeindruckt von der Offenheit, mit der die dreizehn Landfrauen im Buch über ihren Werdegang, ihren Beruf, ihre Zusammenarbeit auf dem Hof, ihre Glücksmomente und Schwierigkeiten erzählen. «Es ist unglaublich, wie viel und hart diese porträtierten Bäuerinnen arbeiten, wie lang ihre Tage sind, wie viel sie für andere geben und wie wenig sie für sich selbst verlangen. Der Beruf der Bäuerin ist nicht nur ein vielseitiger, bei dem man extrem stark und flexibel sein muss, es ist auch eine Berufung.» Es gäbe aber noch viel zu tun auf dem Weg der Gleichstellung und –behandlung der Bäuerinnen in der Schweiz – im Besonderen was die soziale Absicherung und Vorsorge betreffe. So würden heute noch 2/3 der in der Schweizer Landwirtschaft tätigen Frauen im Sinne des AHV-Gesetzes als «nicht erwerbstätig gelten.

  

Bäuerinnen haben etwas zu sagen

Für die Autorin Susann Bosshard-Kälin sei die Schule im Fahr «eine fürs Leben» gewesen und das Buch ein Dank an die Klostergemeinschaft. «Ich bin glücklich, den Schwestern etwas zurückgeben zu dürfen; sie haben mir mit einer breiten Ausbildung viel auf den Weg mitgegeben.» Die Begegnung mit unterschiedlichsten Bäuerinnen für das Buchprojekt sei für sie bewegend, berührend und unglaublich spannend gewesen. «Ich habe viel von euch gelernt, übers Leben, über die Liebe, über Verlust und Vertrauen, Mut und Humor. Ich bin euch dankbar für das geschenkte Vertrauen; ihr habt etwas zu sagen und traut euch. Mit dem Buch habt ihr eine Stimme in der Öffentlichkeit bekommen, ihr habt es verdient.» Sie lud die elf Porträtierten auf die Bühne – berührend und spannend die Erzählungen im anschliessenden Podiumsgespräch.

 

Engagement und ein heiterer «Bäuerinnen Apéro-riche»

Das Schlusswort hatte die Priorin: «Ein Projekt wie dieses wird nur möglich, wenn Menschen sich von einer Idee begeistern lassen, sich engagieren: Ich danke den Bäuerinnen für ihre Offenheit und Zeit, die ihr diesem Projekt geschenkt habt. Dank gehört Susann Bosshard-Kälin. Sie hat die Idee umgesetzt, mit viel Herzblut und grosser Fachkompetenz. Ich danke auch ihrem Mann Jürg, der sie begleitet und die Fotos gemacht hat. Verena Zehnder hat im Hintergrund sehr viel Netzwerkarbeit geleistet. Dank ihrem grossen Engagement ist dieses Buchprojekt möglich geworden. Sie ist so etwas wie die Gotte, dieses Buches! Ich danke Bruno Meier für die Realisierung des Buchs und die unkomplizierte Zusammenarbeit. Maya Graf hat im Jahr als Nationalratspräsidentin Zeit fürs Vorwort gefunden, danke vielmals. In ihren Worten ist grosse Wertschätzung für die Bäuerinnen aber auch für unsere Schule spürbar. Danke auch an alle Sponsoren, die das Buchprojekt unterstützt haben.»

 

Die Klostervorsteherin lud als Finale zu einem «Bäuerinnen-Apéro-riche» ein, den Katharina Stockmann, Vorstandsmitglied im Verein Pro Kloster Fahr zusammen mit ihren Helferinnen und den Ordensfrauen vorbereitet hatte.

   

Mediendienst Kloster Fahr

LiZ Bericht