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   (pd/ Kloster Fahr, 31. März 2015) Pater Martin Werlen hielt am vergangenen Montagabend auf Einladung des Vereins Pro Kloster Fahr vor rund 300 Zuhörerinnen und Zuhörern in der Liebfrauenkirche Zürich einen Vortrag über die Frauenfrage in der Kirche. Anschliessend kam Priorin Irene Gassmann mit dem Referenten ins Gespräch. Abgerundet wurde dieser Teil des Abends mit der Komplet, dem Nachtgebet der Kirche. Wie gewohnt nahm der Referent kein Blatt vor den Mund und entlarvte die in der Kirche gültige Haltung gegenüber den Frauen als überdenkenswert.

 

Folgerichtig präsentierte er keine Lösungen zur Frauenfrage, denn diese sollten seiner Meinung nach nicht von Männern kommen. Lösungen müssten, wie er deutlich machte, Frauen und Männer, also alle Getauften gemeinsam suchen.  

Anschliessend an das Referat demonstrierten Pater Martin und Priorin Irene Gassmann, wie so ein Gespräch zwischen den Geschlechtern über die Rolle der Frau in der Kirche beginnen könnte. Dabei wies die Priorin auf das Projekt „Für eine Kirche mit den Frauen" hin, in welchem ein Prozess in Gang gesetzt werden soll, um die anstehende Frauenfrage miteinander anzugehen. (Nähere Informationen unter: www.kirche-mit.ch )  

Die Fahrer Schwestern beteten im Anschluss an dieses Gespräch zusammen mit allen Besuchern die Komplet. Hier war dann ein wahrhaftiges „Gewitter" zu hören. Anstelle von Psalmen wurde ein Text aus dem Werk von Silja Walter gelesen. In lyrischer Form brachte die Nonne aus dem Fahr das Gespräch zwischen dem heiligen Benedikt und seiner Schwester, der heiligen Scholastika zu Papier. Die geschichtlichen Quellen berichten, dass die hl. Scholastika kurz vor ihrem Tod während eines Besuches ihres Bruders um ein Gewitter betete, um ihn davon abzuhalten, nach Hause zu gehen, damit sie Zeit hatte, mit ihm zu besprechen, was sie noch beschäftigte.  

Nach diesem für den Geist nahrhaften Teil des Abends lud der Verein Pro Kloster Fahr alle Anwesenden zu einem Aperitif im Pfarreizentrum ein, wo die Gespräche weiter geführt werden konnten.  

An diesem Abend wurde spürbar, was möglich ist, wenn Frauen und Männer in der Kirche miteinander ins Gespräch kommen. Mit diesem Anlass haben die benediktinischen Ordensleute einen Impuls zum gemeinsamen Finden neuer Lösungen gegeben. Es bleibt zu hoffen, dass die Zuhörerinnen und Zuhörer das Gespräch weiter führen und weiter tragen.  

Medienstelle Kloster Fahr

 

 

Bildergalerie       A.Scheiwiller   

Bericht  Christian Murer

Bericht  LiZ 1.April 2015